Ort und Landschaftsbild

Bad Aibling liegt im voralpinen Hügel- und Moorland. Das Landschaftsbild von Bad Aibling in einem Wechsel von Ebene und Hügelland, Feldern und Mooren, Wäldern und Seen wurde geprägt von der Eiszeit und liegt inmitten der Grundmoränenlandschaft. Seine unteren Ortsbereiche befinden sich auf der Schotterebene des Mangfallbeckens, die höhergelegenen Gebiete liegen im südlichen Bereich eines großen Korpus.

Die Silhouette der bayrischen Kalkalpen verleiht diesem Landstrich den besonderen Akzent.

Bad Aibling, Bayerns traditionsreichstes Moorbad, steht ganz im Zeichen der Gesundheit, der Entspannung, des Wohlbefindens.

Das Gelände wurde zu einer Landschaft geformt, so dass das Freibad auf dem Niveau des Geländedaches liegt - in der Position eines Belvederes mit Sicht über das Bad und mit Blick auf die Berge. Geneigte Rasenflächen dehnen sich bis zu den bestehenden Baumgruppen aus. Das Freibad sitzt auf Höhe des Daches der Therme. Zwischen dem Freibad und der Therme auf dem unteren Niveau entsteht eine Nische, in der die Umkleiden liegen.

Die Landschaft „fließt“ durch das Thermalbad, die Kabinette sind wie Steine darin eingebettet. In dieser Badelandschaft der Therme liegen in freier Anordnung die unterschiedlichen Bade- und Erholungsfunktionen, zum Teil offen, zum Teil mit Kuppeln überdeckt.

Badelandschaft

Räumlich wirksame Elemente in der Halle sind Kuppel und Landschaft.

Der Boden als Landschaft moduliert Formen zum Liegen, Überschauen und Sitzen. Er zoniert und markiert Wege und Orte. Man möchte ruhen, sich in stiller, entspannter Atmosphäre erholen, aber auch Wandeln von einem Badeerlebnis zum anderen. Ein matter, weicher Bodenbelag dämpft Schritte und ist angenehm beim Barfußlaufen.

Dabei soll man sich fühlen wie im Freien, ähnlich einem Wintergarten, der Schutz vor Natur und Austausch mit ihr zugleich erlaubt.

Wintergarten und Freiraum der Therme sind eng miteinander verbunden. Dieser kann ein Teil des Außenraumes werden.

Die Landschaft „fließt“ durch das Gebäude, Höhensprünge und Schrägen setzen sich im Freiraum fort,

Dach

Das mit Oberlichtbändern versehene Dach der Badehalle folgt diesem Konzept. Der möglichst direkte Bezug zur Natur, den Tages- und Jahreszeiten mit ihren wandernden Sonnenständen wird hier angestrebt. Durch die Tageslichtnutzung und Nutzung solarer Wärmegewinne kann der Energiebedarf reduziert werden.

Anwendungen

Kneippbecken, Trinkbrunnen oder einfache Mooranwendungen werden in die Topographie der Badelandschaft integriert. Klassische Anwendungsgebiete für die Moortherapie sind Stärkung des allgemeinen Wohlbefindens und Abschwächung der Beschwerden am Bewegungsapparat.

Moorinsel

Hier kann der Badegast mit Moor in Berührung kommen, seine Konsistenz und Wirkung fühlen. In der Mitte gibt es ein mit warmem Moor gefülltes Becken, in das man treten kann. Außen herum fließt Wasser; durch das Hindurchwaten werden die Füße gereinigt. Auf einer Tafel kann man sich über den natürlichen Stoff „Moor“ informieren.

Pflanzen

Das entstehende Mikroklima wird dazu genutzt, mit Pflanzen des submediterranen Raumes eine besonders entspannende Atmosphäre zu schaffen. Durch ihre intensive Blüten und Düfte können sie die Bäderanwendungen unterstützen.

Außenbecken

Das Außenbecken ist von der Therme aus zugänglich und entwickelt sich aus dem Gelände.

Umkleidekabinen

In einer offenen Nische unter dem Geländesprung auf dem Niveau der Eingangshalle liegen die Umkleiden. Vom Eingang her wird der Besucher durch eine direkt-indirekt strahlende Lichtlinie geführt, die an den Rückwänden entlang angebracht ist. Die Bijoubereiche sind in den Nischen an der rückwärtigen Stützwand angeordnet. Es stehen Umkleiden für ca. 720 Thermenbesucher zur Verfügung. Über den Dusch- und Sanitärbereich gelangt man zur Badelandschaft.