Standort-Anzeiger

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Thermenlandschaft - Architektur
Zur Entstehungsgeschichte der Therme mit Plänen und Informationen.

Ort und Landschaftsbild:

Bad Aibling liegt im voralpinen Hügel- und Moorland. Das Landschaftsbild von Bad Aibling in einem Wechsel von Ebene und Hügelland, Feldern und Mooren, Wäldern und Seen wurde geprägt von der Eiszeit und liegt inmitten der Grundmoränenlandschaft. Seine unteren Ortsbereiche befinden sich auf der Schotterebene des Mangfallbeckens, die höhergelegenen Gebiete liegen im südlichen Bereich eines großen Korpus.

Die Silhouette der bayrischen Kalkalpen verleiht diesem Landstrich den besonderen Akzent.

Bad Aibling, Bayerns traditionsreichstes Moorbad, steht ganz im Zeichen der Gesundheit, der Entspannung, des Wohlbefindens.

Das Gelände wurde zu einer Landschaft geformt, so dass das Freibad auf dem Niveau des Geländedaches liegt - in der Position eines Belvederes mit Sicht über das Bad und mit Blick auf die Berge. Geneigte Rasenflächen dehnen sich bis zu den bestehenden Baumgruppen aus. Das Freibad sitzt auf Höhe des Daches der Therme. Zwischen dem Freibad und der Therme auf dem unteren Niveau entsteht eine Nische, in der die Umkleiden liegen.

Die Landschaft „fließt“ durch das Thermalbad, die Kabinette sind wie Steine darin eingebettet. In dieser Badelandschaft der Therme liegen in freier Anordnung die unterschiedlichen Bade- und Erholungsfunktionen, zum Teil offen, zum Teil mit Kuppeln überdeckt.

Eingangsbereich:
Der Eingangsbereich wird von einer großen Belagsfläche bestimmt, der die verschiedenen Zu- und Ausgänge erschließt. Ein großes Wasserbecken mit der Marmorskulptur „Gardasee“ empfängt die Besucher und lässt symbolhaft erahnen, was sie im Inneren des Bades erwartet. Die Bewegungsflächen werden von Pflanzflächen mit Stauden und Gehölzen gerahmt. Durch die langen, geschwungenen Sitzbänke erhält der Eingangsbereich eine Aufenthaltsqualität, die einem solchen Foyer gerecht wird.

Im Randbereich befindet sich eine Abstellfläche für ca. 160 Fahrräder.

Gastronomie:
Im südlichen Teil der Eingangshalle liegt der Gastronomiebereich, mit Blick auf die Badeebene des Thermalbades, die Kuppeln, die besonnte Vorzone, und den Triftbach.

Der Bereich ist im Gebäude so platziert, dass aus einer Küche die drei Servicebereiche Eingangshalle, Sauna, Therme versorgt werden können. Die erforderlichen Funktionsräume liegen im Untergeschoss.

Gastronomie - Bistro Eingang:
Espressobar und beigestellte Tische
Die Versorgung der Besucher mit Heiß- und Kaltgetränke sowie kleine Snacks erfolgt durch die Bedienung.
Sitzfläche 60 m²

Gastronomie - Therme:
Hier ist ein sog. Freeflowmarket mit einer großen Ausgabetheke vor der Küche und einer frei angeordneten Selbstbedienungstheke.
Sitzfläche 100 m²
Free-Flow-Market 50 m²

Gastronomie - Sauna:
Bar mit Sitzgelegenheiten im Innen- und Aussenbereich. Die Versorgung der Gäste mit Getränken und kleinen Speisen erfolgt durch die Bedienung.
Sitzfläche 60 m²
Bar 13 m²

Beauty - Wellness - Bereich:
Der Beauty-Wellnessbereich bietet ein zusätzliches Angebot und ist sowohl von externen Besuchern über die Eingangshalle als auch von den Badegästen aus der Therme erreichbar. Die „Beauty-Kuppel“ ist als erste sichtbar, nähert man sich der Therme.

Die Anwendungen sind auf drei Ebenen verteilt und durch eine Treppe und einen Aufzug miteinander verbunden. Die Deckenöffnung im Treppenbereich fängt Tageslicht ein und stellt optisch die Verbindung zu den unteren und oberen Bereichen her. Von einem kleinen Warte- und Empfangsbereich aus begibt sich der Gast zu den einzelnen Anwendungen.

Beauty-Kuppel:
Im Erdgeschoss befinden sich die Nassanwendungen. Die Wannen und Duschen sind in die Wandnischen der Kuppel „gespült“. Vier Kabinen, jeweils mit Badewanne, Dusche, Waschbecken ausgestattet, bieten die Möglichkeit für vielfältige Wellnessangebote, Packungen, Duftbäder etc.

Das Obergeschoss auf Freibadniveau wird durch leichte Trennwände und Möbel zoniert. So können Bereiche für Massageliegen und Kosmetikinseln geschaffen werden. Von hier aus kann man auf das Dach treten.
Die Galerie darüber ist freigehalten von jeglicher Möblierung als Sonnenwiese eingerichtet, lichtdurchflutet und mit Blick auf die Alpen.

Im Untergeschoss befinden sich die Solarien, erreichbar über den Aufzug und die zentrale Treppe.

Umkleidekabinen: In einer offenen Nische unter dem Geländesprung auf dem Niveau der Eingangshalle liegen die Umkleiden. Vom Eingang her wird der Besucher durch eine direkt-indirekt strahlende Lichtlinie geführt, die an den Rückwänden entlang angebracht ist. Die Bijoubereiche sind in den Nischen an der rückwärtigen Stützwand angeordnet. Es stehen Umkleiden für ca. 720 Thermenbesucher zur Verfügung. Über den Dusch- und Sanitärbereich gelangt man zur Badelandschaft.

Therme - Badelandschaft:
Räumlich wirksame Elemente in der Halle sind Kuppel und Landschaft.

Der Boden als Landschaft moduliert Formen zum Liegen, Überschauen und Sitzen. Er zoniert und markiert Wege und Orte. Man möchte ruhen, sich in stiller, entspannter Atmosphäre erholen, aber auch Wandeln von einem Badeerlebnis zum anderen. Ein matter, weicher Bodenbelag dämpft Schritte und ist angenehm beim Barfußlaufen.

Dabei soll man sich fühlen wie im Freien, ähnlich einem Wintergarten, der Schutz vor Natur und Austausch mit ihr zugleich erlaubt.

Wintergarten und Freiraum der Therme sind eng miteinander verbunden. Dieser kann ein Teil des Außenraumes werden.

Die Landschaft „fließt“ durch das Gebäude, Höhensprünge und Schrägen setzen sich im Freiraum fort, bilden Terrassen und Bereiche zum Ruhen. Das Gelände treppt sich leicht zum Ufer hin ab.

Dach: Das mit Oberlichtbändern versehene Dach der Badehalle folgt diesem Konzept. Der möglichst direkte Bezug zur Natur, den Tages- und Jahreszeiten mit ihren wandernden Sonnenständen wird hier angestrebt. Durch die Tageslichtnutzung und Nutzung solarer Wärmegewinne kann der Energiebedarf reduziert werden.

Anwendungen: Kneippbecken, Trinkbrunnen oder einfache Mooranwendungen werden in die Topographie der Badelandschaft integriert. Klassische Anwendungsgebiete für die Moor-Therapie sind Stärkung des allgemeinen Wohlbefindens und Beschwerden am Bewegungsapparat.

Moorinsel: Hier kann der Badegast mit Moor in Berührung kommen, seine Konsistenz und Wirkung fühlen. In der Mitte gibt es ein mit warmem Moor gefülltes Becken, in das man treten kann. Außen herum fließt Wasser; durch das Hindurchwaten werden die Füße gereinigt. Auf einer Tafel kann man sich über den natürlichen Stoff „Moor“ informieren.

Pflanzen: Das entstehende Mikroklima wird dazu genutzt, mit Pflanzen des submediterranen Raumes eine besonders entspannende Atmosphäre zu schaffen. Durch ihre intensive Blüten und Düfte können sie die Bäderanwendungen unterstützen.

Außenbecken: Das Außenbecken ist von der Therme aus zugänglich und entwickelt sich aus dem Gelände.

Therme - Kinderbereich:
Der Kinderbereich bildet einen eigenen Ort, der es auch Familien mit kleineren Kindern ermöglicht, die Therme zu besuchen. Er ist zentral in räumlicher Nähe zum Gastronomiebereich, dem Erlebnisbecken und dem großen Liegebereich in der Badehalle angeordnet.

Plansch-Mulden auf unterschiedlichen Höhenniveaus, Springbrunnen, Wasserspiele.
Die Kinder können hier im Beisein der Eltern oder unter Aufsicht mit Wasser spielen und Wasser erleben. Die Umkleide- und Sanitärbereiche für Kinder sind in jene der Erwachsenen integriert. Ein Mutter-Kind-Bereich ist unmittelbar angeschlossen.

Therme - Erlebniskuppel:
Konzept „Wasser aktiv erleben“

Das Wasser zeigt sich in Bewegung, quirlend, glucksend, mit mechanischer Kraft. Der Badende bewegt sich, lässt sich bewegen. Diese Kuppel ist ein lebhafter, aktiver Bereich mit Ein- und Ausblicken.

Die Kuppel hat verschiedene dezentrale Öffnungen für unregelmäßigen Lichteinfall, im unteren Bereich Öffnungen für Eingang und Einblick.

Therme - Sinnekuppel:
Konzept Wasser still erleben - Seerosenteich

Der Badende findet Ruhe, sitzt und liegt im Element Wasser, bleibt passiv. Das Wasser leicht sprudelnd, eher ruhig. Seerosenteich: auf „Blatt“ liegen, treiben lassen. Eine eingestellte Wand zoniert die Wasserfläche, bildet einen Rückzugsbereich als „Champagnerpool“.

Eher introvertierte, sakral-ruhige Stimmung. Material eher direkt und archaisch. Lichteinfall stark gefiltert, ähnlich wie bei traditionellen türkischen Hamam-Dampfbädern d.h. viele kleine Öffnungen. Sternenhimmel.

Therme - Thermalkuppel:
Konzept „Wasser klingt und trägt“

Sich ruhig treiben lassen, mit dem Kopf unter Wasser Musik hören, den Blick nach draußen, ins Grün schweifen lassen.

Therme - Heiss-Kalt-Kuppel:
Konzept „Wasser verschieden temperiert“

Wassererlebnis mit heißen und kalten Temperaturen im Wechsel als Kontrast im Temperaturempfinden.

Plätschernde Wassergeräusche durch Wasserfallrohre.

Die Kuppel ist transluzent, „glüht“ von der Badehalle aus in rotem und blauem Licht.

Die Einbauleuchten schaffen in Kombination mit blau- und rot-gefliesten Becken die haptische und optische Verstärkung der Heiß-Kalt-Wahrnehmung.

Therme - Entspannungskuppel:
Konzept „Sich zurückziehen und erholen“

Der Badende findet hier seine Ruhe, in Grüppchen oder allein kann er sich seine Erholungsphase individuell gestalten.

Ein zentrales Oberlicht sendet gedämpftes Licht in den Raum.

In einem kleinen Raum in der Kuppel kann der Interessierte sich bei Videoprojektion entspannen.

Warmes Licht durch eine bodennahe Lichtvoute schafft eine entspannende Atmosphäre.

Sauna - Gesamtkonzept:
Die Sauna wird sowohl von der zentralen Eingangshalle aus als auch über das Thermalbad erschlossen.
Der neue Umkleidebereich mit den entsprechenden Nassbereichen ist nahe der Kasse angeordnet.
Der gesamte Saunabereich ist ausgelegt für 300 Personen und gliedert sich in 3 Bereiche.

Sauna - Moorkuppel:
Konzept „ausgehöhlter Stein“

Eine weitere Kuppel, die „Moorkuppel“, beherbergt Anwendungen wie ein Caldarium, eine große Moorsauna und verschiedene Erlebnisduschen, thematisch angelehnt an Bad Aibling als ältestes Moorbad Bayerns.
In der Mitte können die Saunagäste gemeinsam zum Warten und Unterhalten um den „Moortopf“ sitzen.

Von hier aus verteilt sich der Saunagast in die einzelnen „Aushöhlungen“, die eher geschlossen sind, mit intimem Charakter. Geht er ins Obergeschoß, kann er im Hellen auf Steinmulden ruhen (Tepidarium), mit Blick in den Himmel und Aussicht auf die Bergketten.

Sauna - Hamamkuppel:
Konzept Verweilen, Waschen und Plaudern wie in orientalischen Baderäumen

Im Hamam nehmen Körper und Geist ein Bad in der milden Wärme und dem sanften Licht. Das Hamam wird in drei Räume eingeteilt. Der erste Raum dient als Aufwärmraum. Sitzbänke sind in die Kuppelwand integriert. In den kleineren Massageräumen erhält der Badegast mit Seifenschaum die anstrengende aber sehr angenehme Hamam-Massage.

Die türkische Badekultur reicht bereits 800 Jahre zurück und hat ihren Ursprung in Mittelanatolien und Istanbul, wo heute noch die schönsten Bäder zu finden sind. Das Hamam prägt die Badegeschichte im Orient. Dank dem strengen Reinlichkeitsgebots des Islams haben sich diese Bäder schon bei den Osmanen grosser Beliebtheit erfreut. Verweilen, Waschen und Plaudern in den orientalischen Baderäumen ist ein Genuss weit weg von Hektik und Alltag. Im Hamam nehmen Körper und Geist ein Bad in der milden Wärme und dem sanften Licht. Beim Hamam geht es nicht nur um bloße Körperreinigung, sondern um ein wahres Fest der Sinne: Wärme, Feuchtigkeit, Schaum, Düfte und Berührungen ergeben ein komplexes Gesamtkunstwerk im Dienste des Wohlbefindens. Dabei bedeutet das arabische Wort „hamam“ nur „wärmen“. Waren aber die römischen Thermen Stätten der Begegnung, wo man das Nützliche mit Geselligkeit verband, ist das Hamam ein Ort der genussvollen Zurückgezogenheit, wo sich das Angenehme und die Stille treffen.

Freibad - Gesamtkonzept:
Das Freibad ist durch eine bewegte Topographie mit seinen ebenen Plateaus, den geschwungenen, geneigten Rasenflächen und den eingeschnittenen Liegemulden gekennzeichnet.

Wegeflächen ziehen sich durch das Gelände, verjüngen und verbreitern sich und vereinen Beckenumgänge, Liegeflächen und Gastroterrasse.

Nachdem der Besucher die Kasse passiert hat, kann er sich zwischen zwei Wegen entscheiden
- der eine führt über eine Rampe auf das Nichtschwimmerniveau und von dort über eine Treppe auf das Plateau des Schwimmerbeckens. Der andere verläuft am äußeren Rand des Grundstücks zum Kinderspielbereich.

Im Bereich des Eingangs ist eine Fläche für die Außenbestuhlung der Gastronomie vorgesehen.

Freibad - Nichtschwimmerbecken und Wasserrutsche:
Größere Kinder und Jugendliche finden auf einem Zwischenplateau das Nichtschwimmerbecken. Die 200 qm große Wasserfläche ist mit Attraktionen wie dem Wellenball ausgestattet.

Von der obersten Ebene startet eine 60 m lange Wasserrutsche, die einen Höhenunterschied von 5,5 m überwindet. Sie verläuft mit dem Gefälle des Geländes und ist in den Hang eingelassen.

Freibad - Schwimmerbecken:
Das Schwimmerbecken liegt auf dem Niveau des Gebäudedaches - in der Position eines Belvederes mit Sicht über das Bad und Blick auf die Berge.

Vom erhabenen Niveau des Pools dehnen sich geneigte Rasenflächen zu den bestehenden Baumgruppen hin aus.

Den Besuchern stehen ca. 4.000 qm Wiese und weitere Liegeflächen auf Holzdecks und Belagsflächen zur Verfügung.

In die geneigten Rasenflächen sind ebene Mulden eingelassen, wo sich kleinere Gruppen und Familien etwas abschirmen können.

Der Liegebereich beim Schwimmerbecken befindet sich auf dem Dach über dem Umkleidetrakt des Thermalbades. Er liegt etwa 20 cm höher als der Umlauf des Schwimmerbeckens. Eine Sitz- und Liegefläche mit Holzauflagen fängt diesen Höhenunterschied ab.

Freibad - Wasserspielplatz:
Im Halbschatten der bestehenden Bäume ist der Kinderspielbereich angeordnet.
In Ergänzung zu den bereits vorhandenen, klassischen Spielgeräten (Schaukel, Wippe etc.) können die Kinder hier mit und im Wasser toben.

Über eine Wipp-Pumpe können sie eine 5 m hohe Fontäne erzeugen, Wasserpilze ergießen sich in einen Kanal, Fontänenhüpfer spritzen in alle Richtungen…
Ein Spielboot ist mit Sand gefüllt und lässt alle Möglichkeiten des Matschens zu.

Das Planschbecken ist in den Wasserspielplatz integriert. Besonders die ganz kleinen Badegäste werden Spaß an der kleinen Rutsche und den spritzenden Elementen haben.



Behnisch, Behnisch & Partner

 

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